Author: Franz Kurowski

Literature WW2, general

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Beitragvon Kuno » 15/6/2006, 14:40

Franz Kurowski

> Geboren am 1923-11-17

> Oestereichischer Staatspreisträger 1971
> Stipendiat des Landes NRW 1972 und 1975
> Ehrenbürger des Staates Texas 1986
> etc.

> Veröffentlichte Bücher bis 1993: ca. 300 Titel
> Veröffentlichte Kurzgeschichten bis 1993: ca. 2'800
> Sowie unzählige aufsätze in Zeitungen und Zeitschriften.

> 2/3 seiner Veröffentlichungen beschäftigen sich mit dem zweiten Weltkrieg. Beim Rest geht es um Meeresforschung.

> Kurowski war Kriegsteilnehmer, eingezogen 1942 diente er zuerst in Griechenland, danach kurz in Afrika und dann in Italien.

> Kurowski war ebenfalls Mitglied der Redaktion der Oase.

> Einige seiner Decknahmen:
>> Fred Nemis
>> Karl Alman
>> Volkmar Kühn
>> Karl Kollatz

> Die Decknamen hat er sich nach einem Bekannten von ihm - Walter Lübbe- zugelegt, damit es den Lesern nicht langweilig wird, schon wieder ein Buch von Kurowski zu lesen :lol:

> Karl Alman; klingelt es? "Ritterkreuzträger des Afrikakorps".
>> Kurowki rekonstruierte die Lebensläufe von mehr als 3'000 Ritterkreuzträgern :shock:
>> 320 dieser Lebensläufe erschienen in detaillierten Abhandlungen
>> 1'000 dieser Lebensläufe erschienen in Kurzbiographien
>> Und nochmal 1'500 von ihnen wurden in anderen Werken Kurowskis erwähnt.

Und in Anlehnung an die Grimmschen Märchen: "Und wenn er nicht gestorben ist, dann schreibt er auch noch heute..."
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Beitragvon Kuno » 15/6/2006, 14:44

Nehmen wir an, er hat 1943 zu schreiben begonnen. Dann wären das bis 1993 pro Jahr gewesen:

> 6,4 Bücher (also alle zwei Monate eine Neuveröffentlichung).
> 56 Zeitungsartikel (Jede Woche einen - und das während 50 Jahren)
> 60 Ritterkreuzträgerlebensläufe pro Woche noch dazu.

Soll ich das nun tatsächlich glauben?
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Beitragvon Kuestenjaeger » 15/6/2006, 16:04

In welchen Gesetz steht,das er das Buch alleine schreiben muss?
Normalerweise hat man ja einen ewigen Stab von Helfern,die zur Not auch daran mitgeschrieben haben.
Unter irgendeinen zugkräftigen Namen muss es ja laufen.
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Beitragvon Kuno » 15/6/2006, 16:11

Wenn andere für einem schreiben, dann bringt das halt auch einen anderen Stil mit sich. Nur um einen "zugkräftigen" Namen als verkaufsförderndes Mittel zu haben? Nein, das widerspricht dem geringsten Anspruch an Seriösität. Normalerweise macht eine "bekannte Grösse" ein Vorwort oder sowas, um als Zugpferd zu dienen ---- aber die "Ghostwriter" Methode hat halt schon was vom Grosschenroman.

Dass oft ein ganzer Stab von "Namenlosen" die Knochenarbeit macht, das sei hier nicht bestritten.

Und wenn schon KUROWSKI als Zugpferd herhalten soll: Warum dann all die anderen vielen Pseudonyme?
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Beitragvon Kuestenjaeger » 15/6/2006, 16:22

Sonst fällt es halt zu sehr auf,wenn sich Leute wie wir darüber Gedanken machen,ganz einfach.
Kuestenjaeger
 

Beitragvon fezzo1 » 15/6/2006, 16:52

Hallo zusammen.

Ich bin seit heute endlich auch im Forum angemeldet.

Nachdem ich mich im vorigen Thema schon einmal zu Kurowski gemeldet habe,sehe ich,daß das wohl ein vieldiskutierter Mann ist.Ohne für oder gegen ihn sprechen zu wollen,warum fragt ihr ihn nicht selbst?
Wie ich vorgestern von einem Mail-Bekannten aus Österreich erfuhr (wir haben das selbe Suchgebiet : Geb.Jg.Rgt 756) lebt er noch,ist 83 Jahre alt,schreibt immer noch Bücher und ist auf Anfrage des Bekannten gerne bereit,bei der Suche nach Info´s zum o.g. Regiment zu helfen.

Zu mir:
Mein "Schwiegergroßvater" war Sanitäter im GebJg.Rgt. 756 und ging am 09.05.1943 in Gefangenschaft.
Meine Beiträge stützen sich,ohne das ich Fehler und Irrtümer auschließe, auf folgende Quellen:
Kriegstagebuch d. OKW (Schramm)
Die Deutschen gebirgstruppen (Kaltenegger)
Die Deutschen Infanterie-Divisionen (W.Haupt)
Die Wehrmacht (Orig.1941 Hrsgb. OKW)
Marsch und Kampf des DAK (Hrsgb.Generalkommando d. DAK)
Der Afrika-Feldzug (Haupt/)Bingham)
Rommel´s verheizte Armee (Theil)
Afrikanische Schicksalsjahre (v.Esebeck)
Der Wüstenkrieg in Afrika (Piekalkewiecz)
Der Krieg in der Wüste (Collier/Time Life)
Endkampf in Afrika (Kurowski)
Brückenkopf Tunesien (Kurowski)
Schicksal Nordafrika (Hrsgb.Verband d.Angehörigen d. DAK/Rommel Sozialwerk)

zudem beleihe ich für den allg. bekannten Tessin die Landesbibliothek Dortmund.

Grüße an alle
Jan
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Beitragvon Patton » 15/6/2006, 17:03

Franz Kurowski, Jahrgang 1923, arbeitet seit 1958 als freier Schriftsteller und erhielt für seine historischen und naturwissenschaftlichen Veröffentlichungen zahlreiche Sachbuchpreise im In- und Ausland, darunter eine öffentliche Anerkennung der französischen »Académie de Marine«. Er ist Mitglied des Deutschen Journalisten- und des Deutschen Autorenverbandes. 1994 erschien im Motorbuch Verlag sein Werk »Jäger der Sieben Meere«. Er schrieb auch unter dem Pseudonym Rüdiger Greif !! Ich hab seite 2 nicht gesehen verzeihung ..
Patton
 

Beitragvon Kuno » 15/6/2006, 17:05

Wieviele Pseudonyme hatte der eigentlich?
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Beitragvon Kuno » 15/6/2006, 17:06

"Ohne für oder gegen ihn sprechen zu wollen,warum fragt ihr ihn nicht selbst?"


...er ist eher selten hier im Forum anzutreffen :wink:
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Beitragvon Kuestenjaeger » 15/6/2006, 17:08

Eindeutiges Fazit meinerseits:
Wer ein Problem mit Kurowski hat sollte die Finger von seinen Büchern lassen,wer nicht (so wie ich)freut sich auf ein weiteres interessant geschriebenes Buch über das Thema Nordafrikakrieg. :wink:
Kuestenjaeger
 

Beitragvon Kuno » 15/6/2006, 17:14

Eindeutiges Fazit meinerseits:
Wer ein Problem mit Kurowski hat sollte die Finger von seinen Büchern lassen


Naja - ich dachte halt, dass man sich auch ein wenig kritisch äussern dürfte
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Beitragvon Kuestenjaeger » 15/6/2006, 17:15

Kannst uns sollst Du ja auch,Kuno!
Da steht aber auch "meinerseits",trifft also nur für mich zu.
Kuestenjaeger
 

Beitragvon fezzo1 » 15/6/2006, 17:18

@Kuno


...schon klar :wink:

ich meine auch nur,daß man ihm,auch wenn er oft fehlerhafte Zeit/Ortsangaben (zumindest in den o.g.Büchern) verwendet und viele "Schreibfehler" beinhaltet,einen gewissen Kenntnis dessen was er schreibt zugestehen sollte.

Gruß
Jan
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Beitragvon Kuno » 15/6/2006, 17:18

Habe übrigens auch eins von ihm im Regal stehen - und finde es nicht schlecht. Nur glaube ich einfach nicht, dass ein Mann soviele Bücher veröffentlichen kann!

Ich vermute, dass er ab und zu halt einfach auch seinen Namen "ausgeliehen" hat...
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Beitragvon katana » 15/6/2006, 19:07

Hallo,


Unser lieber Franz Kurowski, alles Wissenswerte über ihn, findet man übrigens hier


Kurowskis Landserstil hat schon immer viele Leute angesprochen, es wirkt ja dann auch gleich lebendiger formuliert. In einem guten, wissenschaftlich aufgearbeiteten Werk, wird man als Sekundärliteratur wohl nur sehr, sehr selten ein Kurowski-Buch, im Quellenverzeichnis finden können. Mir ist es eigentlich wurscht, ob er 100 oder 500 Bücher geschrieben hat oder auch nicht. Seine Art und Weise der wissenschaftlichen Aufarbeitung der Thematik, liegt mir in keinster Weise und hat auch nur einen beschränkten wissenschaftlichen Charakter. Seine Bücher können allenfalls als Einstiegsliteratur gesehen werden und selbst da ist die Qualität fraglich.
Es ist aber gut, das es Menschen mit anderen Einstellungen und Ansichten gibt, sonst wäre die Welt wohl ziemlich eintönig.


mfg
katana
 

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